Von der Wmckelme-
sse vnd Pfaffen Weyhe,
D. Martini Luther.
»Ir haben vns bis da her allezeit, vnd sonder-lich aufs dem Reichstage zu Augspurg, gar de-^mütiglich erboten, dem Bapst vnd Bisschouen, daswir nicht walten jr Kirchen rechtes vnd gewaltzu reisten-), sondern, wo sie vns nicht zu vnchristlichenArtikeln zwängen, gern von jnen geweihet vnd regirt sein,vnd auch Helffen handhaben solch jr recht vnd gewalt, Aberwir Habens nicht mügen erheben noch erlangen, Sondern,sie wollen vns von der warheit zu jren lügen vnd grewelndringen, odder wollen vns tod haben, Wens jnen nu (weilsie solche verstockte Pharaones sind) mit jrer gewalt vndWeyhe, ein mal gehen wird, wie es jnen mit dem Ablasgangen ist, Lieber, wes wird als denn die schuld sein?Denn da ich mich erbot vom Ablas still zu schweigen, sofern die andern auch von mir still schwigen, da wolt michweder Bapst, Cardinal noch Bisschoff hören, Sondern ichsolt stracks widderruffen vnd die an-Mindern lassen schreien,Was haben sie dran gewonnen? Da ligt das Ablas, vndsind brieue vnd sieget zu stoben vnd zu flogen. Vnd istnichts verechters jnn der Welt, denn das Ablas, also, dassie auch selbs zu Augspurg den Keiser baten, Er solte denBapst vermögen, das er kein Ablas mehr jnn Deudsch landschicken wolte, angesehen, das es jnn abfall vnd Verachtungkomm were.
1) ^USK. L: recht.
2) VZI. ^.UAsdurA. Oovt'essiou ^.rt. XXVtll, 69. 77.