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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
Seite
157
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16. Die sämmtliche Mannschaft gab eine Salbe,

Es war aber eigentlich doch nur eine halbe;

Denn manches Gewehr versagte den Schuß,Und ging aufs Kommando: Gebt Feuer!nicht luß.

17. Doch gah's beim Aufmarschircn und Kriegs-

gewimmel

Ein allgewaltiges Lärmen und Getümmel;

Man schrie vivat! als wäre man toll,

Und jeder Jagdhund des Schlosses boü.

18. Es schien, als ob sich alle ElementenBewegten und in einem Krieg befänden.

Und als ob in dem Dorfe SchönhainWirklich der jüngste Tag brach' ein.

19. Nach dreimal wiederholten Vivat und ChargirenLieß man'S ganze Heer aufm Schloßplatz campiren,

Und vom Obersten bis zum MusketierBekam jeder zu essen, und Branntwein und Bier.

20. MS endlich die Nacht hatte angesangen,

Ist jeder seines Weges nach Hause gegangen;Auch das Brautpaar entschliche schon früh,

Ich weiß nicht: wohin? warum und wie?

21. Dieses Wohin, Warum, Wie und WeswegenZu wissen, d'ran ist uns nichts gelegen;

Genug, Esther war von diesem Abend an genauEine leibhaftige gnädige Frau.