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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
Seite
77
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6. Er hat deswegen von seinen lieben MenDen Befehl zur Reise vorläufig erhalten;

Es ist leicht zu denken, wie delikatIhm diese Ankündigung schmecken that.

7. Aber um diese Pille zu vergulden,

Rieth man ihm, sich wegen Esthers zu gedulden,Bis etwa zu seiner Zurückkunst FristEinst geschehen möchte, was Rechtens ist.

8. Aller Umgang und ferner'S KaressirenMüsse indessen zwischen ihnen cessircn.

Dieses versprach der Baron nun wohl,

Doch eben nicht auf Kavaliersparol.

9. Drum hat er vor wie nach, vor der Abreise,

Auf verschiedene klug ersonnene Art und Weise,

Meist aber Abends und bei der Nacht,

Bei Esther einige Augenblicke zugcbracht.

10. Das gab dann ein Gewimmer und Lamentiren,Daß eö einen Stein hätte mögen erbarmen und

rühren,

Denn die Trennung ist ein sehr bitteres Krant,Und verwundet der Liebenden Herz und Haut.

11. Es ward auch zu beiderseitigem ErquickenVerabredet, sich fleißig Brieflein zu schicken,

Und 'nen ehmaligen Diener des BaronWählte man zum Liebespostillion.

12. Dieser hatte seit sehr geraumen Jahren

Die Kutsche der Herrschaft zu Ohnwitz gefahren,Und nun ohnlängstens als VeteranSeine eig'nc kleine Wirtschaft gefangen an.