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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
Seite
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5. „Du hast doch die Kinderschuh schon verschlissen,„Müßtest längst weg seyn über Tändeln und Küssen,

„Und bist nach richtiger Rechnung bald„Sechs und zwanzig Jahr, oder gar was drüber-alt!

6. „Oder meinest du etwa, daß ich es glaube,„Daß ein Mädel mit 'nem Buhler allein in der

Laube,

„Besonders zur Nachtzeit, was Gutes üb'?„ES heißt ja: Gelegenheit machet Dieb!

7. „Aber warte, ich will es schon verfügen,

„Daß ihr sollt, ehe ihr's vernmthet, kriegen,

„Du sowohl, als dein verliebter Hasenpfot,„Die hunderttausend Element Sakcrlot! „

8. So hätte vielleicht mancher in Zorn und EiferSeine Drohung, Gift, Galle und Geifer

- lieber das arme Mädchen auSgcschütt't;

Aber das that Herr Pfarrer Hieronimus nit.

9. Er hielt es zwar für'S erste nöthige Mittel,

Mit seiner Schwester zu halten ein geheimes

Kapitel,

Aber es geschah doch mit möglichstem Glimpf,Ohne alle obige Drohung und Schimpf.

10. Nämlich, Herr Jobs hatte vollbracht unter vielSorgen

Den Rest der Nacht, und entbot gleich am MorgenDie Schwester zu sich nach der Studirstub,

Wo er daö geheime Examen anhub.