-«D 38 <-»
14. Der junge Herr sähe, von KindesbeinenAn, gern die Judith zu Ohnwitz erscheinen,
Und auch sie spielte und tändelte schonAls Kind gerne mit dem jungen Baron.
16. Auch in ihren Jünglings- und MädchensjahrenThaten sie noch gern sich zusammen paaren,
Ja man sähe auch später ex postAuf der alten Liebe noch keinen Rost.
16. Jndeß, seit Herr J-obs die Pfarre bekommen,Hat sich der junge Herr ganz kurios benommen,
Denn er zog sich, mit guter Manier,Unvermerkt, nach und nach zurücke von ihr.
17. Papa und Mama hätten allenfalls gern gesehenEine Mariage zwischen beiden entstehen;
Denn sic- liebten, wie gesagt, die Fräulen JuditbWegen ihrer Artigkeit und dem guten Gemüth.
Itz. Allein der junge Herr wollte davon nichts hören,Suchte überhaupt alle Vermählung abzukehrc»,Ob er gleich, an und für sich, eben zwarKein Feind des schönen Geschlechtes war.
19. Den Schlüssel zu allen diesen Kuriositäten,
Und zu der Brunnquelle drr LeibesnöthenDeS jungen Herrn und der Mamscl EstherZeigt das folgende Kapitel näher.