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IHmünd, dünne Lippen, und Zähne, die schmal,aleich, und so weiß als Elssenbein waren.
^ Nachdem er etwa; Stunde mehr geschlummert alsaeschlaffen haben mochte, wachte er wieder auf,und kamaus dem Keller zu mir heraus, weil ich eben mit Mel-dung meiner Ziegen in dem Pferche gleich daneben be-schäftiget war. Wie er mich erst erblickte, sprang erzu mir her, legte sich wieder aufdie Erde mit allen ersinn-lichsten Zeichen eines demüthigen Danck-vollen Gemü-thes, so er durch allerhand selhame Geberden zu erken-nen geben wolte. Endlich legte er den Kopff platt aufdie Erde, harte an meinem einen Fuß, und sehte den an-dern auf seinen Kopff, so wie ers das erstemal)! gemachthatte, machte auch hiernächst alle Kennzeichen völligerUnterwerfung, Dienstbarkeit und Ehrerbietung, dar-aus ich abnehmen solle, daß er mir, so lange er lebte,aufzuwarten bereit wäre. Ich verstünde ihn in vielenDingen, und ließ ihn auch mercken, ich sey ganh wohlmit ihm zu frieden. Zn kurher Zeit fieng ich an mit ihmzusprechen, und ihn hinwieder mit mir reden zukehren.Erstlich gab ich ihm zu verstehen, er solle Freyrag heis-st»,weil ich an solchem Tage ihm das Leben gerettet,undmich gern allemahl der Zeit dabey erinnern wolle: Zumir aber solte er Herr sagen. Ich lehrete ihn auch dieBeywörter Ja und Nein und den Verstand davon.Ich gab ihm ein wenig Milch in einem irrdnen Topfftranck vor seinen Augen davon, tunckte meinBrod ein,und reichte ihm einen Kuchen, um ein gleiches zu thun.Diß begrieff er geschwinde, und bezeugete, es schmückeihm recht wohl.
Hier blieb ich mit ihm die gantze Nacht. Sobald esavergeraget, hieß ich ihn mit mir gehen, und gtrb ihm zu
ver-