466 Ezechiel.
Ezechiel weissaget durch erschreckliche Bilder und Gleich,nißreden von denen er allezeit selbsten der Gegenstand ist.Er weissaget, alle Umstände der Belagerung, die Umrin»gung die Anrückung, die Angriffe: er zeichnet sie aufeinen Mauerstein: er empfängt Befehle, den Arm ausge»streckt, und die Blicke auf die unglückliche Stadt geheftet zuhalten, und wider sie zu weissagen. Er kündet die Dauerdieser Belagerung durch die dreyhundert neunzig Tage an,während welcher er auf einer Seite liegen bleiben, und dieZeichnung des Sieges beständig vor den Augen haben muß.Er weissaget die HungerSnoth durch den ansgedörrten Mist,womit ihm die wenige Nahrung zu bedecken geborhen wird,die er zu brauchen Erlaubniß hat. Da er die Mauer seinesHauses durchbrechen, und sich durch diese Oeffnung, miteinem Schicyer vor den Augen, forlbringen läßt, weissageter dlk vergeblichen Bemühungen des Sedecias, welcher ent»fliehen, und sich dem Zorne Nabuchodonosors entziehen will.Uno fürwahr auf eben diese Werse gieng Sedecias von Jeru»saiem hinaus, da sie eingenommen worden war; aber erwurde bald von den Chaldäern aufgefangen, und seinemSieger vorgeführct.
Jeremias weissaget das gleiche Unglück, aber ohne Sinn»bild nnd ohne Gleichnißrede. Ick will, saget der Herrdurch den Mund des Phropheten *: ich will Sedecias, denRönig von Juda, sein Volk, und jene, die der Pest/dem Schwerte, und den, Hunger entkommen sind, indie Hände Nabuchodonosors, des Rönigs von Baby-lon, in die Hände ihrer Feinde liefern; und sie werdenniedergehauen werden. Ich hefte meine Blicke aufdieseStadt, nicht um sie zu retten, sondern um sie zu ver,
drücken.
'2i. Aap.