irr
Cicero und alle, die von dein Alterthume Kenmniß ha,ben, denken nicht, daß es jemals einen Orpheus oder eineEuridice gegeben habe.
Der Odin oder Othen der nordischen Völker ist weiternichts, als ein Zaubermährchen. Die schwedischen und dä-nischen Schriftsteller gestehen, daß es von diesem vorgebli-chen Könige, der aus Asien in Norden kam, kein Denkmaalgebe. Sie sagen nur, daß man etliche alte Lieder gefun-den habe, die von de« Zaubereyen des Odins oder Othensredeten.
Wie viel Einsicht und Verstand verräth nicht diese Ver-gleichung Abrahams, dessen Geschichte die allerglaubwürdig,ste ist, mit allen diesen erdichteten Männern!
XVUI.
Man saget uns, daß Abraham in Chaldäen geboh-rcn wurde, und der Sohn eines armen Töpfers war,der, um sein Brod zu gewinnen, kleine thönerne Götzenmachte.
*
Diese List wäre nicht übel ansgedacht, um den Vaterder Gläubigen lächerlich zu machen, wenn nur ein schwacherSchein von Beweisen oder Wahrscheinlichkeit da wäre. Aberkeines von beyden ist hier anzucreffen. Es ist nicht dermindeste Beweis dabey: denn er soll immer alle ^griechischeund arabische Schriftsteller dmchblättern, und nur einendavon anzeigen, der von diesem sogenannten Töpser Tharegeredet hätte.
Es befindet sich eben so wenig Wahrscheinlichkeit dabey.Denn wie wäre die Verwandtschaft dieses armen Töpfers miteinemmal so mächtig und so reich geworden, wie es Labanund Bathuel, die eigenen Neffen Abrahams, waren ? Man
muß
!
,«d!
»«>>
I»
N
!k!
»>
k
!'