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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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Ahndung. 2£)3

Uber die Vereinigung der letztem bey-den Ansichten ist im vorigen Abschnitt schonnäher gesprochen worden, liier müssen wirvorzüglich auf das Verhältniss unsers freyenWillens zu seiner Erscheinung achten,

Das Sittengesetz würde durch die noth-wendige Forderung, den Willen zu bestim-men, für einen heiligen Willen schlechthinals Gesetz seines Wesens gehen, für einenWillen in der Natur wird es aber zum Gebote,und über die blosse Idee seiner unverbrüch-lichen Gültigkeit muss ihm eine Gewalt zu-kommen, mit der es erst den Willen bestim-men kann. Wenn wir in der Natur gleichdie Idee des heiligen Gesetzes haben, so kannunser Wille hier doch nur durch den Konfliktder Antriebe zum Entschluss, bestimmt werden,der stärkste Antrieb überwiegt, soll also chjsGesetz den Willen bestimmen, so muss dieIdee seiner nothwendigen Anforderung imGewissen nöthigend auf den Entschluss wir-ken , und die ihm widerstehenden Antriebeüberwinden. Es wird also in der Natur eineStärke der guten Gesinnung, welche Tugendheisst, als eine Tapferkeit gefordert, welchesich den Antrieben der Neigung mit Gewaltentgegenstellt, und sie bekämpft.

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KG

Nun