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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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249
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Ahndung

darf selbst der religiöse Enthusiasmus wederFestigkeit noch Reinheit erhalten. Man darfvor dem Volke selbst der Andacht nicht zustark das Wort reden, um nicht die Empfin-deley zujjegiihstigen, in welcher der Schwa-che sich schmeichelt, durch Gefühl undPhantasie die Mühe der Thaten ersparen zukönnen. Allerdings aber wird die schönsteErscheinung des Lehens Kraft mit Enthu-siasmus , Leben mit Energie verbinden, inihr wird die feste Rechtlichkeit des Charakrters auch durch Andacht lebendiger werden,und durch die Andacht oft sich zum Enthu-siasmus entflammen. Indessen ist jeder En-thusiasmus nur Affekt, ein vorübergehendesGefühl, welches nicht anhalleu kann, undnicht anlialten soll.

Einen Enthusiasmus beständig in sichin Athem zu erhalten, wie manche Schwär-mer es ihrer guten G esinnung, und manchejunge Leute es ihrem Genie schuldig zu seynglauben, ist eine alberne Pedanterey, ein af-fektirtes Wesen, welches jedem Ekel undzuwider werden muss, der irgend Gefühlfür eine gesunde Erscheinung des Le-bens hat.

Die