Druckschrift 
Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

Ahndung.

229

düng, des Ewigen im Endlichen der Natur ent-steht, indem wir das uniuteressirte fr eyeWohlgefallen am Schönen und Erhabenender Natur im Glauben auf die ewige Idee desReiches der Zwecke beziehen.

Sehr wichtig ist die Unterscheidung hier,dass das Wohlgefallen an der schönen Kunstnicht eben so an dem religiösen Interesse A n-fheil nimmt, wie das. Wohlgefallen an jederSchönheit oder Erhabenheit der Natur. Wir.suchen durch dieses Gefühl den Geist desEwigen im Endlichen zu berühren , und da-her . können wir uns nur für die lebendigeschöne Form für das schöne Leben, so wiees in der Natur erscheint, religiös interessiren,die schöne Kunst aber kann nur dadurch An-theil an jenem Interesse erhalten, wenn sienicht to.dte Formen des Schönen, sondernauch das Schöne im Leben darstellt. Wirahnden; durch die Naturschönheit den Geistdes Ganzen, die in ihr ■waltende zweckmässigbildend^ Kraft, da wo uns Kunstschönheitnur diese Formen wiede.ilio.hlt, kann sie alsojener Ahndung keinen StolF geben; aber esgibt eine Höhe der Kunst, die Ideale desSchönen, die Schönheit der Seele, in denenauch die Kunst noch Theil an dem religiösen

In-