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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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212
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Sift

Ahndung-

wickelt liaben, muss sich das Ansehen des-selben verlieren. Es lässt sich leicht bemer-ken , dass , so artig man auch in Gesellschaftmit diesem Beweise umzugehen pflegte, erdoch eigentlich immer nur Schulsache blieb,indem die Vernunftjn der Verlegenheit dochirgend einen Beweis für das unerweislicheDaseyn Gottes zu finden, sich gern an ihn,als den populärsten Versuch festhielt. Sonstaber ist seine Nichtigkeit so fühlbar, dassman kaum Kinder damit hintergehen kann,dass minder, det ohnehin schon glaubt, Un-terhaltung bey ihm finden kann, und nichtleicht jemand hoffen wird, durch ihn den Un-gläubigen zu überführen.

Kant, der immer noch viel zu vortheil-haft von diesem Beweise spricht, stellt dieVerhältnisse desselben sehr gut in folgenderStelle dar. [Aus der Abhandlung über dasMislingen der philosophischen Versuche in'der Theodicee, Vermischte Schriften, 1 h. 3 .S. 162.}Wir haben von einer Knast-Weisheit in der Einrichtung dieser Welt einen Begriff, dem es fÜT unser spekulativesVernunftvermögen nicht an objektiver Rea* lität mangelt, um zu einer Physikotheologie zu gelangen. Eben so haben wir auch ei-

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