2ro Ahndung.
heit der Wälder mit ihren Thieren und bun-ten Vögeln, mit ihren Blumen und lieblichenFrüchten , er fragt sich nicht lange nach Be-rechtigung , so etwas als wahr anzunehmen,Sondern er dichtet sich mit leichter PhantasieDryaden, Hamadryaden und Nymphen, diein diesem leben , wie er in seiner Hütte, diesich dieses anlegen, ■ wie er sein Gärtchen,die sich dieses bilden, wie er sein Kleid, sei-nen Bogen und Pfeil; er lässt von Elfen undGnomen diese Gärten durchschwärmen, oderer meint, seine Heiligen hätten diesen oderjenen Ort, um ihre kleine Kapelle, oder uniden geweihten Baum sich zum besondemEieblingsorte erkoren. Und wenn dann dieDichtung vollendet ist, so glaubt er willfäh-rig an das Machwerk seiner eignen Phantasie,an die selbstgeschaffenen Götter.
Wenn aber weiter der Verstand sich zuentwickeln anfängt, und die Reflexion er-wacht , so bestrebt er sich wie jedem andern,was er weiss, auch diesem Glauben Einheitnhd Vbllendung zu geben, er bildet sich diöIdee eitles Ganzen der Natur, und will diesenun als das Werk eines allmächtigen bildendenVerstandes begreiffen , der sie als ein Kunst-werk sich ausführte. Mier mit seiner Refle-
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