201
Ahndung.
eher Leichtigkeit zu erreichen. Jede solcheUnterordnung höherer und niederer Zwecke,und noch vielmehr von Mitteln und Zwecken,ist der Idee eines Zwecks an sich in der Weltganz zuwider , und passt nur für eine endli-che Vernunft, welche der Natur unterworfenist. Wenn wir uns einen Zweck schlechthin,ini Daseyn der Dinge vorstellen wollen, sokann dies keiner seyn , der erst durch Mittelerreicht werden soll, sondern er muss unmit-telbar dem vollendeten Seyn der Dinge ge-hören. Die Zweckmässigkeit der Natur kannnicht als Analogon einer Maschine gedachtwerden, wo ein Zweck nur durch Mittel ver-folgend endlich erreicht wird, sondern nurwie das Schöne als in sich seihst zweckmässigohne alle Vermittelung, und ohne Beziehungauf etwas anders.
Wir würden also, wenn wir die Naturnach Begriffen als ein teleologisches Ganze_ansehen wollten, nicht eine Reihe übergeord-neter und untergeordneter Zwecke in ihr zusuchen haben, sondern wir müssten ihr Da-seyn mit einer einzigen Idee eines Zweckesan sich eines Endzweckes in ihr vergleichen.Soll aber eine Idee des Endzweckes im Da-seyn der Dinge auf eine der Vernunft anstän-dige
O