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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
129
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Glauben.

So aber sind die Ideen der Freyheit undEwigkeit nur mögliche Gedanken, welchedie Vernunft sich gleichsam mit willkührli-cher Reflexion entwirft, nur um ihre eignenSchranken zu erkennen, sie erzeugt sie nurdurch Negation desjenigen, was ihre Erkennt*niss beschränkt, wiefern sie an einen Sinngebunden ist. Und diese Negation der Schran*ken in der Idee der absoluten Realität, ist in C-der That der einzige Inhalt, den wir unsrerspekulativen Idee verschaffen können. Wiekommen wir nun dazu, diesen willkührlichentworfenen Gedanken zu hypostasiren, unddem, was wir uns selbst ausgedacht haben,einem blossen Noumen eines Daseynsjüberdie Natur hinaus, Realität zu geben ?

Diese Frage wird sich hier nicht befrie-digend beantworten lassen , weil die Beant-wortung eine vollendete Theorie der Vernunftvoraussetzt, die liier nicht gegeben werdenkann. Also hier nur so viel. Das Verhält-niss ist gerade das Umgekehrte jener Frage,wir entwerfen uns nicht willkührlich dieIdeen der Freyheit und Ewigkeit, und glau-ben nachher an die Realität des Phantoms,welches wir selbst geschaffen haben, sondern

JL- :)

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die Vernunft glaubt rein aus ihrem Wesen

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