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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
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Glauben.

und uns im Leben nie verlässt, dagegen derGlaube sich still in unser Inneres ciuschliesst,nur in der Tiefe unsers Wesens entspringt,und durch die Reflexion, in der er sich zeigt,wenig geschützt ist. Das eigne Interesseder philosophirenden Vernunft muss daherseyn, eben diesen Glauben in Schutz zu neh-men, in ihm das Palladium der Vernunft zuerobern, und zu vertheidigen, und ihn soIdar als möglich in seiner Trennung vom Wis-sen aufzusteilcn, indem er durch jede Ver-mischung irur verlieren kann.

Wie dies geschieht, kann eigentlich nurdurch vollendete Kritik ganz deutlich werden,hier kann nur so viel angeführt werden: wirgelangen hauptsächlich dadurch dazu, dieFiechte des Glaubens zu vertheidigen, dasswir zeigen, wie auch das Wissen nur sub-jektiv in der Vernunft entsteht. So wenigwie beynj Glauben wird auch beym Wissenunser Fürwalirhalten durch den Gegenstandbestimmt, sondern nur die Thätigkeiten dererkennenden Vernunft bestimmen si'ch untereinander zum Wissen und zum Glauben. Sowie ich zwar nicht beweisen kann, dass einGott sey, sondern nur, dass jede endlicheVernunft einen Gott glaube, eben so kann

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