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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
63
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and Ahnden.

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Die[nähere Kenntniss dieses Verhältnis-ses, und die wahre Rechtfertigung diesesGlaubens bleibt aber nur der vollendeten kri-tischen Philosophie Vorbehalten, wir glaubenzwar nur an das Ewige, aber wir wissenum unsern Glauben, und wir wissen um un-sre .Ahndung. Es gibt also eine Philosophievon allen dreyen,. welche ihre Nothwendig-keit und Unvermeidlichkeit für die endlicheVernunft aufweist. Hier haben wir es nurmit den Resultaten dieser Lehre zu thun,müssen uns aber dabey erstlich über den Un-terschied der drey Arten des Fürwahrhaltens,den wir gebrauchen, deutlicher machen.

Wir unterscheiden das Wissen, Glaubenund Ahnden als drey getrennte, von einandergänzlich verschiedene Arten der Ueberzeu-gung. Man hat bisher ' höchstens nur ver-sucht, einen 1 Unterschied des Wissens undGlaubens in der Philosophie zu rechtfertigen,aber selbst damit sich nicht allgemein ver-ständlich machen können. In der Religions-lehre war der Unterschied zwar anerkannt,wenn man' ihn aber bisher in die Philosophieübertragen wollte, so erhielt man am Endedoch nur eine ganz unphilosophische Art desFürwahrhaltens, eine blosse durch Interesse