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den , um ihr neben der Gesetzgebung auchdie Herrschaft zu sichern. In Gott aber istdiese Autonomie der Vernunft zugleich mitAutokratie verbunden, Gesetzgebung undHerrschaft sind vereinigt, denn durch ihngilt unmittelbar das Gesetz, und jedes Glieddes Jdeiches muss in seiner höchsten Gewaltseyn, weil es für sich zuweilen noch vomGesetze abfällt,
Wir müssen uns Gott also als Schöpferund Erhalter, ah Urheber der Welt denken,können aber dabey nicht hegreifFen, wie wirunserm Daseyn nach von ihm abhängig, unddoch schlechthin frey sind, wie wir durchjlm, und doch der Zurechnung fähig seynkönnen. In der Natur wäre dies Veit St-niss ein Widerspruch, denn da hat jede Wir;kung ihr Bestehen nur allein in der Ursaeh,alle Selbstständigkeit kommt nur dev Ursaehzu. Für die ewige. Ordnung derPinge kanndies kein Widerspruch heissen, eben weilwir keine positive Erkenntnis* derselben ha-ben , und diese nur bildlich versuchen kön-nen , das anscheinend widersprechende zeigtalso nur die Unzulänglichkeit unserer symbo-lischen Vprstellnngsweise, und nicht einenWiderspruch in der Sache selbst.
Auf