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Wissen, Glaube und Ahndung
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306
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306 Ahndung.

seyn, und nicht eben besser zu werden. 1t*ist meine Schuld, dass ich meinen Willen-aiicht schlechthin der Idee des guten Willensgemäss bestimmt habe* und es steht mei-nem freyen Willen, ihm diese Bestimmungzu geben, aber diese fröye Willensbestimmungwürde für mich die Natur selbst vernichten,sie fällt nicht in die Zeit, und betrift nichtinein Leben in der Erscheinung. Wir Wagenuns mit dieser Betrachtung schon an den Aus-spruch eines für uns unaussprechlichen Be-griffes der vollständigen Übereinstimmung un-sers empirischen Charakters mit dem intelli-gibeln. Dem iirtelligibeln Charakter istSchlechthin geböten , gut zu seyn, und nichtsich zu bessern, denn er kann schlechthindurch seine Freybeit gut seyn, Wenn er eSgleich nicht ist. Wir sind nicht gut, Sondern,unser intelligibler Wille ist auf eine uns umbegreifliche Weise, aber durch freye Selbst-bestimmung böse , er wäre abör gut, wenn eres seyrt Wollte. Uns zu bessern, ist nurein Gebot für die Tugend in der Erscheinungimsers endlichen Ueberis, denn hier hat esden einzigen wahren Werth, diese zu übenund zu stärken, und wer dies im Leben nichtachtete , und nun die lebendige Einsicht er*hält, wie alle andern Wünsche und Absichten

des