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60 Wiffen, Glauben
und einzig mit den Ideen von der Negationdieser Schranken ergänzen.
Die Dogmen unsrer Philosophie gehenalso aus, von der Beschränkung des Wissens,welches sich gemeinhin zu viel anmässt; sieweisen dann den reinen Glauben der Vernunftan das Ewige auf, und lassen endlich diesenim Endlichen lebendig werden. Sie lassensich also nach drey ideellen Grundsätzen ord-nen , von denen das erste das Princip der Be-schränkung des Wissens ist, das andere dasPrincip des Glaubens, das Dritte, das Prin-cip der Ahndung. Das Wissen wird nemlichbeschränkt durch den Satz, dass die Sinnen-Welt nur Erscheinung sey; der Glaube beruhtauf der Ueberzeugung: es ist eine Weit derDinge an sich, als die Ewigkeit des höch-sten Guts ; die Ahndung endlich gründet sichauf die Ueberzeugung, dass das endliche Seyndie Erscheinung des Ewigen sey, dass uns inder Natur das Ewige selbst erscheine.
Wissen,