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6 (1913) Die Fabeln und Schwänke in den Meistergesängen
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839. Der Schuhmacher mit dem Schmerleib.

Darümb so las dein trawrikeit;

Dw hast güet tag, darümb so las dein clage!"

40 Die nüenn sprach: „Dw hast vil frolicher nechte.Der ich entpier. Das selb Pctracht!

Ich Pin auch weibs geschlechte.

Ich nüm ein solche güete nacht

Bur funfündzwainczig meiner güeten tage."

45 Die fraw sprach: „Ja, seit dir das nurIn deim kloster, das dw dich clagst so harte?"

Die nüen sprach: „Mainstw, die natürUeb in mir auch nit die natürlich arte?"

Die nünn mit ir schwester haimfaren bete,

50 Gab sich in den ordcn der ee,

Welichen got selber gestiftet hete.

Anno salutis 1552, am 3 tag Decembris.

839. Der schüester mit dem schmerlaib, der Herrim Haus wolt sein.

In der gruntweis Frawenlobs. [Bl. 96']

Ins abentz ir acht in eim wirzhaus fassen,Frölich trüncken vnd assen,

Retten von mancherley sach vberaus.Entlich kam aüch die frage auf die Pone,

5 Welcher wer Herr vnd monePey seinem aignen weib da haim im Haus.

Da ein schüesterSich ruembt, er werHerr vnd auch mon

10 In seim haus vnd wolt vil darauf verwetten;Sein sie all spotten detten.

Nün het der schüester ein weiß hemat an.

839 (3950). MG 13, Bl. 96. V. 18 schmelaib Vorl. Y. 25Platten?, platen Yorl. Sieh R. Köhler, Kl. Schriften 3, 609.J. Belte: Zeitschrift f. Volkskunde 12, 296.