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4 (1903) Die Fabeln und Schwänke in den Meistergesängen
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249. Der karge Abt.

249. Der karg abt.

In der abcntewer weis Hans Folczen.1.

S was eins mals ein karger abt,, Den kergsten münich er pegabt

Mit dem ambt der gastmaistcrey;

Der praücht sich karckheit mancherlei):

5 Wer im kloster Herbergen dct,

Gar ein schmale nacht zerüng hct.

Eins abencz spat ein sprechen kam, s81. 15stDer in dem kloster herberg nam.

Der karg gastmaister obperürt10 Den gast in die hüntstüebcn füert,

Darincn war ein wucst gestenck,

Da müest er essen auf der penck,

Ein arme süeppen er im gab,

Die Hunt im stctigs geiltten ab;

15 Darzw gab er im ein grob Prot,

Ein sawer Pier im darzw Pot.

Also er in der finster sas

Bnd an ein liecht das nachtmal as

Vnd die nacht auf der pencke lag,

20 Stünd auf, als es waß Heller tag.

Vnd dacht doch, wie den: gastmaisterMöcht gueter herberg dancken er.

In dem crewczgang sach er den abt,Dem er demüeticlichen gnabt,

25 Sprach: „Ich danck ewren gnaden oast,Das ir mich vnwirdigen gast

So köstlich herbergt habt die nacht.Ewer gastmaister hat mich PrachtIn ein schön gedeffeltcn sal,

248. MG 8, Bl. 15. Vergl. Fabeln und Schwänke, Band 1,Nr. S3 (1545 Dez. 17) und Baud 2. Nr. 261 (1559 August 2). —Quelle: Pauli, Nr. 60 (H. Oesterley 8. 51, dazu 8. 480).