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4 (1903) Die Fabeln und Schwänke in den Meistergesängen
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248. Klaus Karr mit dem Bären.

248. Klas Narr mit dem Percnzw Dorga im schlos.

In dem spiegel thon Erenpotcn. [Bl. 14'J

Ls herczog Fridrich von Sachsen aüsrittc,Vnd Plieb zw Dorga in dem schlos^ Klas Narr allain selb dritte,

Die zwen köch gingen auch ir stras,

5 Zw füellen irc wenster.

Nun het der snrst im schloß ein grosen peren,Klas Narr ging hin vnd löst in abVnd wolt in danczcn leren.

Der per in die hoffstüeben lieff,

10 Schlüeg da ein ein glasfcnstcr,'

Als das fcnster klengelt so wol.

War der Per müetig vnd stack vol,

Zerschlueg die fcnster alle.

Als die zwen koch wider kamen zw hawse,

15 Sahen, das der per ledig warVnd hctt geschlagen aüseAlle fcnster in der thüernicz,

Wurden sic rettig Palle.

So pald der füerst haiin kam vnd sach den schaden,20 Fielen im die zwen köch zw füesVnd Patten vmb genaden,

Sagten dem fuersten, wie all sachDie weil waren ergangen.

Der füerst sprach: „Schweigt nür still zw allen25 Lis fordren das gancz hoffgesind, [fettigen!"

Auch den Klaus Narren pringen;

Mit seinem hünd, Lcppisch genant,

248. MG- 8, Bl. 14. — Quelle: Paulis Schimpf und Ernst.Strafsburg 1535. Nr. 47. (H. Oesterley, Anhang Nr. 3, S. 380).Vergl. Claus Narr 1602. 8. 205f. Sieh auch J. Balte zu Val.Schumanns Naohtbiichlein 8. 403 zn 8. 196, 29 und zu FreysGartengesellschaft Nr. 125.