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2 (1867) Lieder. Erstes Büchlein. Zweites Büchlein. Grêgorjus. Der arme Heinrich
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117
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ZWEITES BÜCHLEIN.

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mich nimmer geliehen:doch Mm ich eine wislieit,daz icli liep ünde leit

also wol erkenne, 235

daz ich etewenne

gerner ein töre waere

dann’ ich so gröze swfere

von minen senden witzen trage

die ich mit starker riwe klage. 240

Mir geswiche der sin in kurzer zit,wan daz ime behabet den stritder gedinge den ich haudaz leit mit liebe mac zergän,daz ich noch müeze schouwen 245

mine jiincfröuwenstaites muotes linde alsodaz wir des beide werden frö.wan ich wsere e immer äne heil,es’n miiese ir sin daz beste teil. 250

da vor müeze ich sin beliuotdaz mir immer deliein guotgeschehe wider ir heile,diu fröude ist üb'ele veile

die ich Imme gekoufe also, 255

da von min frouwe werde unfrö.

dar an zwivel si nilit,

swä ir wille an geschiht,

des emvelle ich mir ze heile jelien

und zem besten daz mir mac geschehen. 260

sit si got der guote

an übe imde an muote

237 gerner, lieber. — 238 danne , als .daß. — 239 witze häufig wie hier imPlural; sende = seriende witze, der dem Gram und Schmerz preisgegebeneSinn, Geist; vgl. der sende gedanc im Iwein 3083. — 240 riwe, riuwe stf.,Betrübniss.

241 geswiche conj. preet. von geswichen, vgl. zu 1. Büchlein 1144.Sinn: mir gienge in kurzem mein ‘Verstand verloren. — 242 wan, außerdaß, wofern nicht. — behaben den strit, die Oberhand behalten. (Ausbefiabte und aus behuop , welches gleichfalls in dieser Verbindung gebrauchtwurde, bat sich unser nhd. behaupten gebildet.) — 250 ez’n zuüese ir sin,sollte ihr nicht sein, es wäre denn daß sie hätte. — 252 u. 255 immer,jemals. — 254 übele veile, theuer, theuer erkauft. — 25(5 da von, daß da-durch. — 257 fg. daran zweifeln sie nicht: es sei was es sei, wofern esnur nach ihrem Willen geschieht, so werde ich es mir zum Heile an-rechnen. —