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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Da gyeng die frauwe tratIn eyn kempnat,

Da sye ir schöne dochter vant.

Sye ftirt sye mit ir hant5 Dem Rytter an daz bette hyn.

Daz ist ein iemerlicli gewyn,

Hs. 2,16d Daz man offt dorch daz guetWieder gotes hulde tuetYnd auch wieder die ere gar.io Die mueter gab die dochter dar.

Da mit gieng auch die frauwe danZu dem wirte irem man.

Man möcht iamer schauwenAn der schönen jungfrauwen,

15 Da sie an daz bette gienck.

Der Rytter sie lieplichen enpfieng.

Da begonden der maget wol getanIr liechten äugen über gan.

Ir flüßen also taugen20 Dye zeher auß iren äugen

Vor iamer, daz sie iren magetuemYnd iren megtlichen rvemSolt geben vmb guetDorch ir groß armuet.

25 Dar vmb waz der mayde

Von ganczem herczen Ieyde.

Da sie der rytter weynen sach,

Gar zogentlich er zue ir sprach:

Yil liebe frewndein,

30 Laß dein weynen durch mich sein

Vnd sage mir, wie heistu?

Sye sprach: w r az hilffet mich daz nu,Daz ich euch mein namen sage?Morgen fruewe an dem tage35 So wölt ir von liynnen reiten;

Nach den selben gezeitenSo ruecht ir nit, wie ez mir gat.

Er sprach: dez rede nicht enhat

ERZÄHLUNGEN. 4