Auszug aus der Kaisergeschichte. Zll,
Reichsmacht einen solchen Stoß, *) in keiner wurde dasGlück des Staats so sehr ans das Spiel gesetzt. Als hier-auf Magncntius sich uach Italien zurückzog, schlug ereine nicht unbedeutende Anzahl Feinde, die ihn mit zu wenigVorsicht »nd, wie beim Siege gewöhnlich, mit zu oiel Hitzeverfolgten, beiTicinum. Bald darauf durchbohrte er sich, beiLugdunum in die Enge getrieben, mit einem heimlich inBereitschaft gehaltenen Schwerte, das er gegen die Wandstemmte und worein er sich mit seinem gewaltigen Körperstürzte, und hauchte unter Strömen von Blnr ans Wunde, Naseund Mund, im zweiundoierzigsten Monate seiner Herrschaftund fast im fünfzigsten Jahre seines Alters, das Leben aus.Magnentius stammte oon den in Gallien wohnenden Barba-ren ab, war ein Freund des Lesens, in der Rede lebhaftund voll Stolzes; so zaghaft er war, so besaß er doch dieKunst, seine Feigheit unter der Maske der Kühnheit zuverstecken. Wie Decentins von seinem Tode Nachricht er-hielt, endete er mit einer zu einem Stricke gewundenenBinde sein Leben. Um diese Zeit wurde auch der CäsarGallus nach vierjährigem Thronbesitze auf Befehl des Con-stantins getödtet. Eben so fand auch Silvanns nach nurachtundzwanzigtägiger Herrschaft seinen Tod. Letzterer besaßeinen sehr freundlichen Charakter und hatte, wiewohl er derSohn eines Barbaren war, doch eine hinreichende RömischeBildung und war von sehr nachgiebiger Gemnthsart.
H Man schätzte der Erschlagenen vicrundfünfzig tausend, kon-stantilis verlor nämlich cnach Ionaras) von achtzig tausendMann dreißig tausend und Magnentius von sechsunddrcißigtausend, vierundzwanzig tausend.