Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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Sextus Aurelius Victor.

Stieftochter Theodora oerheirathet hatte. Jndeß soll Ma-xentius, der Sage nach, durch die List der Entropia unter-schoben worden seyn, welche die Liebe ihres Gemahls dadurchzu fesseln suchte, d>>ß sie ihn bei ihrer so sehr ersehnten erstenNiederkunft mir einem Knaben beschenkte. Dieser Maxen-tins wußte niemals Jemandes Liebe z» gewinnen, nickt ein-mal die seines eigenen Vaters oder Schwiegervaters Galerins.Der letztere verdient, auch bei einer minder ansgebildetenund etwas bäurischen Gerechtigkeitsliebe, in mancher Hin-sicht Lob. Er war schön von Körper und ein ausgezeichneterund glücklicher Krieger. Seine Aeltern waren Landlentegewesen und er selbst Rinderhirt, daher sein Beiname Ar-mentarins. Gebürtig war er aus Userdacien *) und dortliegt er auch begraben an einem Ort, den er von seinerMutter Rvmnla Romnlianus nannte. Galerins erlaubte sichdie schamlose Behauptung, seine Mutter habe ihn, wie einstOlympias Alexander den Großen, in Folge eines Umgangsmit einer Schlange empfangen. Galerins Maximinus, dessen

*) Wie Kaiser Aurelian sah, daß das von Trajan eroberteDänen (über seinen Umfang s. die Anmerk, zu Cap. kl.der Kaisergeschichte) nicht mehr behauptet werden könne, sogab er nach Bopiscus im Leben Aurelians Cap. 3g. dasselbeans, zog die darin befindlichen Truppen und Einwohnerheraus, versetzte letztere nach Mafien und nannte das jetztzwischen beiden Mösien liegende Land (auf dem rechten Do-nauufer) sein Dacicn. So sigurirte doch wenigstens nochim Verzeichnisse der Römische» Provinzen ein Dacien. Dasnun zunächst an der Donau gelegene Stück Landes hießUserdacien (Oaoin ri^eosis) im Gegensatz gegen das tieferhinein liegende (Oaoia lnefiicerranea).