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SeM6 Aurelius Victor.
Stadtpräfekten sich zum Kaiser aufgeworfen. Die roheGeistesstumpfheit dieses Mannes verbreitete dergestalt Ver-derben unter Volk und Senat, daß überall Häuser, öffent-liche Plätze, Straßen und Tempel mit Blut-und Leichnamen,gleich Leichenstätten, bedeckt waren, ein Gräuel, der auchnoch von den herbeieilenden Schaaren des Magnentius, alssie dessen Gegner im flebennndzwauzigsten Tage seiner Usur-pation erschlagen hatten, fortgesetzt wurde. Indessen hatteschon vorher, als man Bewegungen von Außen her besorgte,Magnentius seinem Bruder Deeentius Gallien, ConstantinSdem Gallus, auf den er seinen Namen übertrug, den Orientmit der Cäsarswürde übergeben. Die beiden Mguste selbstführten einen dreijährigen, durch mehrere blutige Schlachtenausgezeichneten Krieg miteinander, bis endlich Constantiusseinen fliehenden Gegner nach Gallien verfolgte und beideBrüder auf verschiedene Art selbst Hand an sich zu legenzwang. Gleichzeitig wurde ein Aufstand der Inden, welchesich erkühnt hatten, einen gewissen Patricias auf den Thronzu heben, unterdrückt, so wie bald darauf der Cäsar Galluswegen seiner Grausamkeit und seines Blutdurstes auf Befehldes Augustus hingerichtet. So vereinigte, sich nach einemZeiträume von etwa siebzig Jahren wiederum die ganzeReichsgewalt in der Person eines Einzigen. Aber der Staatwar noch nicht lange von den Erschütterungen in seinemInnern zur Ruhe gekommen, als diese wiederum von Sil-vanus, der zur Annahme des Purpurs sich gezwungen sah,bedroht wurde. Dieser Silvanus, von Geburt ein Gallierund Sohn barbarischer Aeltern, hatte alle militärische Grade