Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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242
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242 Sextus Aurelius Victor.

durch die Schlechtigkeit seiner Diener zum Gegenstand derVerwünschung gewordene, und die Soldaten tief verachtendeFürst als Opfer des frevelhaften Unternehmens des Magnen-tius. ^Doch gebührt ihm das Verdienst, daß er den Bewe-gungen auswärtigen Völker Einhalt that. Weil er schöneJünglinge, welche ihm diese gegen Geld zu Geißeln gaben,auf das Riicksichtvollste behandelte, so herrschte allgemein .derGlaube, er sey von unreiner Liebe zu ihnen entbrannt ge-wesen. Doch, wollte Gott, Constans hätte mit allen seinenLastern länger sich behauptet! Verbreiteten doch des vonBarbaren herstammenden Magnentius schwarze, grausameSeele und die folgenden Ereignisse überallhin so viel Ver-derben , daß die Negierung des Constans mit Recht zurück-gewünscht wurde! Denn auch Vetranio,- Oberbefehlshaberüber das Fußvolk in Jllyrien, H ein Manu, geboren inden rauhern Gegenden Obermöflens, ohne alle wissenschaft-liche Bildung, an Geist beschränkt und durch plumpen Stumpf-sinn höchst verächtlich, hatte die Frechheit, die Hand nachder Krone auszustreckeu.

*) Konstantin der Große hatte den prätorische» Präfekten ihrAnsehen und ihre Gewalt in Kriegssachen genommen undan deren Stelle zwei sslsgislros wiliduin, einen stlagistruiri«luitum und einen peckitum, verordnet. Obwohl jedes die-ser Kriegshanpter mehr für die Disciplin der unter seinerunmittelbaren Aussicht stehenden Truppen verantwortlichwar, so befehligten doch beide ohne Unterschied im Feldedie verschiedenen Hausen Reiterei und Fußvolk, die sich indemselben Heere beisammen fanden.