Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
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Sextus Aurelius Victor.

Kriegsdienste erwachsene Vertrautheit mit Beschwerden zutrefflichen Regenten, ein Umstand, welcher beweist, daß derDruck der Leiden leichter tugendhafte und einsichtsvolle Män-ner bildet, während dagegen Menschen, denen die Nothetwas Fremdes ist, indem sie die Verhältnisse eines jedenandern nach ihrer eigenen glänzenden Lage bcnrtheilen, we-niger taugliche Regenten abgcben. Indessen die unter diesenKaisern herrschende Eintracht spricht hauptsächlich dafür, daßzu Erwerbung von Verdiensten Talente und eine Kricgser-fahrnng, wie sie diese in der Schule eines Probns und Au-relianus sich erwarben, nahe zu hiureichen. Den Valeriusehrte» sie sämmtlich gleich einem Vater oder einer mächtigenGottheit, und wie viel dieß sagen will, davon liefert die tra-gische Familiengeschichte unserer Beherrscher von Romulusan bis auf unsere Zeit einen sprechenden Beweis.

Weil die Kriegsstürme, von denen ich oben gesprochen,mit immer größerer Heftigkeit über das Reich hereinbrachen,so wurde dasselbe gewissermaßen gcthcilt. Constantins erhieltalles Land, was über den Alpen zu Gallien gehört, ")

H Nämlich zu den Zeiten des Kaisers Constantins, des SohnsConstantins des Großen, unter welchem Victor schrieb.Constantin halte dgs ganze Reich in vier Präfekturen ein-getvcilt und von diesen begriff die Präfektur Gallien daseigentliche Gallien, Britannien und Spanien (die ganzepyrenäische Halbinsel mit der Provinz Tingitana in Africa)in sich. Diese vändcr wären, also der Neichsantbcil des Con-stantius Chlorus gewesen, wiewohl es einigen Grund zuzweifeln gibt, ob Spanien nicht eine Provinz Marimianswar.