Kaisergeschichtr. 163
allen Denkmälern wcgtilgen zu lassen: allein dieß alles er-regte das Mißvergnügen der Soldaten, denen durch dieVerluste des Staats ihre besonderen Vortheile um so reich-licher zufließen, in so hohem Grade, daß sie nach ihrer Weisestürmisch, die Urheber von Domitians Tod zur Strafe for-derten. Zwar wußten, wiewohl mit der größten Mühe, ver-ständige Männer sie von ihrer Forderung abznbringen unddas gute Vernehmen zwischen Senat und Heer wurde wie-der hergestellt: allein dessen ungeachtet waren ihre Gedankenkeineswegs friedlicher Art, da ihnen der Regierungswechselwegen der Entziehung der sie bereichernden ansehnlichen Ge-schenke nur Mißvergnügen verursachen konnte.
Bisher waren die Regenten des Staats geborne Römeroder doch Italer; nun übernehmen Fremde seine Leitung undvielleicht, wie es bei Targninins Priscns der Fall mar, zugrößerem Glücke für den Staat. Bei mir wenigstens stehtnach dem vielen, was ich gehört und gelesen, die Ueberzeu-gung fest, daß die Stadt Rom ihre Größe vorzüglich demVerdienste der Ausländer und dem von ihnen hierher ver-pflanzten Guten zu verdanken habe.
12. Cvccejus Nerva.
Denn wer dürfte den Nerva von Narnia *) in Betreff
des Kaisers Commodus von Aelius Lampridius (Sap. 18.)über Sommodus: Ins Spoliarium mit diesem Gladiator!diesen Mörder des Senats schleife man am Haken; ihn, derdie Vater des Senats hat hinmorden lassen, werfe manins Spoliarium, ihn, der die Unschuldigen hat ermordenlasten, schleife man am Haken u. s. w.
D Sine Stadt in Umbrien, jetzt Narni.
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