Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
129
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Don den berühmten Männern Roms. 129

nachdem er seinem Sohne Cäsars Gnade sich zu uberlassengerathen und noch Platos Schrift von dem Glücke des To-des gelesen hatte.

61. M. Tnllius Cicero.

Marens Tullins Cicero aus Arpinnm, der Sohn einesRömischen Ritters, leitete sein Geschlecht vom König TullnsAttins her. Noch als ein sehr junger Mann legte er indem Prozesse des Noseins einen Beweis seiner Beredtsam-keit, so wie seiner Freimüthigkeit gegen die sullanische Par-tei ad, begab sich aber aus Furcht vor deren Verfolgung derStudien wegen nach Athen, wo er ein eifriger Zuhörer desacademischcn Philosophen Antiochus war. Von Athen reisteer, um sich in der Brredtsamkeit zu vervollkommnen, nachAsien und hierauf nach Rhodos, wo er den Unterricht desGriechen Molo, des vorzüglichsten Redekünstlers damaligerZeit, genoß, welcher Thränen darüber vergossen haben soll,daß durch Cicero Griechenland des Ruhmes der Beredsam-keit beraubt würde. Als Quästor bekam Cicero Sicilicn;als Aedil vernrtheilte er den Verres wegen Gelderpres-ungen; als Prätor reinigte er Cilicien von Räuberban-den und als Konsul ließ er die Verschwornen *) mit demTode bestrafen. In der Folge wurde Cicero durch des Haßdes P. Clodius nnd auf Anstiften des Cäsar und Pompejus,welche beide als des Strebend nach der höchsten Gewalt ver-dächtig seine Freimüthigkeit eben so wenig, als einst SullaS

*) Nämlich di« Theilnehiner an der Verschwörung des Catiliua.Victor. 2S Bdchu. 2