über die Allgemeinheit dieses Gesetzes. Die gleichnami-gen Stunden sind sehr ungleich entfernt von der Stundedes Maximum der Tages-Temperatur, und die Stun-den gleicher Wärme (man könnte, dem Gebrauch derAstronomen in der Bestimmung der wahren Zeit analog,sagen, die correspondirenden Thermometer - Höhen) gebenfür jeden Ort eine Epoche, die von der des Maximumsehr verschieden ist. Damit die halbe Summe von zweiOrdinaten gleicher stündlicher Benennung, nämlich vonzwei Ordinaten der Curve der Tages - Temperatur zuhomonymen Stunden gehörend, merklich gleich sei demMittel aller Ordinaten, oder der halben Summe der gröfs-ten und kleinsten Ordinate, müssen zwischen dem 45°und 56° der Breite, (um nicht über die in den drei Or-ten, für die man eine so bedeutende Menge stündlicherBeobachtungen gesammelt hat, beobachteten Thatsachenhinauszugehen), die Curven der Tages-Temperatur einenicht unmerkliche Compensation in den auf beiden Sei-ten des Scheitels liegenden Theilen darbieten.
Wenn wir von den periodischen Wirkungen der Ta-geswärme zu den Veränderungen der mittlern Tempera-turen der Monate übergehen, so finden wir ein sehr ver-schiedenes Verhältnifs zwischen den, in gleicher Entfer-nung von der gröfsten Ordinate stehenden Ordinaten.Nach den nützlichen und mühsamen Berechnungen, wel-che Herr Bouvard mit 20jährigen Pariser Beobachtun-gen angestellt hat, correspondiren die gröfsten und klein-sten Wärmegrade dem 15. Juli und 14. Januar, undstehen folglich (bis auf einen Tag) sechs Monate voneinander. Sie retardiren um 25 Tage jeder vom Som-mer- und Winter-Solstitium. Ich will bei dieser Gelegen-heit bemerken, dafs die Zunahmen und Abnahmen derWärme so symmetrisch sind, dafs nicht allein März undNovember, zwei gleich weit vom Juli entfernte Monate,welche das Maximum der Monats-Temperatur (18°,61)darbieten, merklich dieselbe Mittel-Wärme haben (6°,48und 6°,78); sondern ich finde auch, um kleinere Theile derJahres-Curve zu bezeichnen, dafs ein Tag der ersten De-