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gefrorenen und festen Wassers, das zwischen Ost-Grön-land, der Bären - Insel und dein Nord-Ende der Skandi-navischen Halbinsel den fliefsenden Wassern einen wei-ten Golf öffnet. Europa hat den Vortheil, diesem Golfgegenüber zu liegen und folglich von dem Gürtel desPolar-Eises durch ein freies Meer getrennt zu sein. ImWinter rückt dieser Gürtel bis zum 75° zwischen Nowaja-Zembla, der Lena-Mündung und der Knochen-Meer-enge bis zu dem Archipel von Neu-Sibirien vor; imSommer zieht er sich zurück bis zu dem Meridian desNord-Caps, und weiter im Westen zwischen Spitzbergenund Ost-Grönland, bis zum 80° — 81° der Breite. Nochmehr: die fhntergränze des Polar-Eises, das heilst dieLinie, unter der sich das Eis im Winter am meisten demFestlande Europas nähert, umgiebt nicht einmal die Bären-insel, und in der kältesten Jahreszeit kann man frei vomNord-Cap nach der Südspitze von Spitzbergen durchein Meer schiffen, dessen Temperatur durch dieWasser-slrüme von Südwest erhöht ist. Ueberall, wo diese, ge-gen den Polarkreis zu, einen freien Ausgang finden, ver-mindert sich das Polareis, wie dies auch bei derBaffins-Bai und zwischen Island und Spitzbergen 1 ) der Fall ist.Der Capitain Sabine hat die mittlere Temperatur desAtlantischen Oceans an seiner Oberfläche, unter 65° und70° der Breite, 5°,5 Cent, gefunden, während unter der-selben Breite auf dem Continent von Europa die mitt-leren Temperaturen des Jahres unter dem Nullpunktsind 2 )- Es würde überflüssig sein, hier noch zu erinnern,welche Wärme - Modifikationen die Nordwinde durchdiese relative Gestaltung des polaren Landes und Eiseserleiden müssen, wenn sie nach Nord- oder Nordwest-Europa kommen.
*) Siehe meine Abhandlung über die Haupt-Ursachen der Tem-peratur-Verschiedenheit auf dem Erdk’orper in den Abhandlungender Königl. Akademie d. Wissensch. zu Berlin lur das Jahr 1827(erschienen 1830) S. 311. 321. v. II.
”') Exper. on pend. p. 456.