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„Es giebt, sagt er, in einem Umfang von 10 Meilen Längeund 4 — 5 Meilen Breite über 20,000 solcher Salzbrun-nen. Jeder einigermafsen reiche Privatmann sucht einenTheilnehmer, um einen oder auch mehrere solcher Brun-nen bohren zu lassen, was mit einer Ausgabe von 7 —8000 Francs verbunden ist. Die Art und Weise, dieseBrunnen zu bohren, ist nicht wie bei uns. Zeit undGeduld bringt diese Leute bei einem viel geringerenKostenaufwande, als bei uns, an ihr Ziel. Die Kunst,die Felsen durch Minen zu sprengen, kennen sie nicht,und doch liegen alle diese Brunnen in Felsen. DieseBrunnen haben gewöhnlich eine Tiefe von 1500 — 1800Franz. Fufs und nur 5 — 6 Zoll Weite. Das Verfahrendabei ist folgendes: Wenn die Oberfläche eine Erddeckevon 3 — 4 Fufs Tiefe bildet, so setzen sie eine gebohrteHolzröhre hinein, die sie dann mit einem behauenenStein, der eine entsprechende Mündung von 5—6 Zollhat, bedecken. Sodann läfst man einen 300—400 Pfundschweren Felsbohrer oder einen stählernen Widderkopfdarin spielen. Dieser Felsbohrer ist kronenartig krenelirt,nach oben etwas ausgehöhlt, unten aber abgerundet. Einstarker, leicht bekleideter Mensch steigt dann auf ein Ge-rüste und tritt den ganzen Morgen auf einer hebelartigenSchaukel, welche diesen Felsbohrer zwei Fufs hebt unddann wieder auf den Boden fallen läfst. Von Zeit zuZeit giefst man einige Eimer Wasser in das Loch, umdie Steinmasse weich und breiartig zu machen. DerFelsbohrer selbst hängt an einem starken Rohrseil, daszwar nur Fingerdicke hat, aber so stark ist, wie unsereDarmsaiten. Dieses Seil ist an dem Schaukelhebel be-festigt, hieran ist noch ein hölzernes Dreieck angebracht,und ein anderer Mensch sitzt neben dem Seil. So wieder Schaukelhebel in die Höhe steigt, fafst er das Drei-eck und macht damit eine halbe Wendung, damit der Fels-bohrer in entgegengesetzte Richtung falle. Mittags steigter auf das Gerüste, um seinen Mitarbeiter bis zum Abendabzulösen. Beide werden für die Nacht von zwei an-dern abgclöst. Wenn man drei Zoll gebohrt hat, zieht
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