sind. Das Gas strömt hier aus kleinen, zwei Fufs hohenThonkegeln, deren Scheitel eine mit Schlamm gefüllteOeffnung bildet, und deren eine grofse Anzahl nebeneinander steht.
Eine Eruption gleicher Art, wie die des Jokmali,findet sich auf der Insel Pogorelaia Plita (der gebrannteFels), an der Mündung des Kur. Mehrere Personen,die beide gesehen haben, gaben mir die Versicherungihrer Identität.
Ein alter Persischer Matrose erzählte mir Folgendes:„vor sechzehn Jahren brach auf dieser Insel eine unge-heuere Flamme aus, deren Hitze man auf sechs WerstWeite empfand (?). Gegenwärtig, da das Feuer erlo-schen, ist die Insel mit einem flüssigen, grauen Schlammbedeckt, dem ein Dampf entsteigt, welcher denselbenGeruch, als die Feuer von Baku, verbreitet und Kopf-schmerzen verursacht, wenn man ihn einalhmet. DieserSchlamm enthält eine grofse Menge Steine, welche einenGoldglanz haben. Man findet hier auch Salz auf demBöden, das aber einen bittern Geschmack hat.” — Ichhabe bei Jokmali dieselben goldhaltigen Steine gefunden;sie bestehen aus Thonschiefer mit einer blassen Marcas-sitfarbe. Bei Jokmali ist der Thouboden ebenfalls anvielen Orten mit Natron bedeckt. Zweien Ursachenkann man die Erhebung der Insel Pogorelaia Plita überden Spiegel des Caspi-See’s zuschreiben. Die eine istdie unzweifelhafte Senkung dieses Wasserspiegels, dievon 1805 —1830 zehn Fufs betragen hat; die andereist der Salsenausbruch, der sich hier bekundet. Ob dieseInsel schon vor jenem Ereiguifs exislirt habe, konnteich nicht mit Gewifsheit erfahren. Die Nachrichten, dieich über diesen Punkt einzog, widersprechen sich.
Niemand in der Umgegend von Baku konnte mirüber die selbstständige Entzündung der Naphta Nachrichtgeben; gleichwohl ist es keinem Zweifel unterworfen, datsmehrere Naplitabrunnen dem Gase einen freien Ausganggewähren, und man hört sehr deutlich das Geräusch, wel-