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A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens
Entstehung
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der Neuen Welt, in Cundinamarca, gesehen habe, ge-waltige Kieselformationen, die sich von den Ebenen desMagdalenen- und Metastromes fast ununterbrochen überHochebenen von vierzehn- bis sechzehnhundert ToisenHöhe ausbreiten, was ich jüngst auch im Norden Asiens,in dem Uralzuge gesehen, dieselben Knochenreste einerantidiluvianischen Thierwelt (so bekannt in den niederenGegenden der Kama und des Irtysch) zerstreut auf demRücken des Gebirgszuges, in den Hochebenen von Be-resowsk und Jekatherinenburg, in den zugehörigen Ge-bieten, die reich sind an Gold, Diamanten und Platina.Als Beweis dieser unterirdischen Wirkung elastischerFlüssigkeiten, welche Continente, Domkoppen und Ge-birgszüge emportrieben, welche Felsen und organischeReste, die diese enthalten, zerstreuten, welche die Erhe-bungen und Vertiefungen bildeten, wenn das Gewölbesich senkte, kann man auch die grofse Depression West-Asiens ansehen, in der die Oberfläche des Caspi- undAral-See (32 50 Toisen unter dem Spiegel desOceans)den tiefsten Theil bilden, übrigens nach den neuerenBarometermessungen, welche die Herren Hofmann,Helmersen, Gustav Rose und ich angestellt haben,

nach mufs ein Gebirge, welches noch die Schichten des Jurakalk ge-hoben, die jungen Flötze aber in der horizontalen Lage gelassen hat,seine Entstehung nach dem Niederschlage des Jurakalk gehabt ha-ben; ein anderes aber, wo noch die Flötze der Kreide mitgehobensind, jünger sein als jenes. So hat Herr Beauinont zehn Periodender Gebirgserhebung aufgefährt; seine Ansichten sind in den Annales des Sciences natur. T. XVIII, und XIX. und von HerrnArago in dem Annuaire für 1830 mitgetheilt, aus dem die Abhand-lung in Poggeudorffs Annalen der P/iys. und Chem. T. XVIII.S. 25.über das relative Alter der Bergketten in Europa entnom-men ist, der noch ein denselben Gegenstand betreffender Auszugaus einem Briefe des Herrn Beaumont an Herrn v. Humboldtvorangebt. Leicht möglich, dafs das Verhältnifs der Gipfel - undKammhöhe der Gebirge, wie sie schon Herr v. Humboldt in denAnnales des Sciences naturelles 1825 zusammengestellt, wegen derschnellem Verwitterung der Gipfel bei älteren Gebirgen, auch einMittel wird zur Systematik der grofsarligen Naturtypen in chronolo-gischer Hinsicht. A. d. U.