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2 (1898)
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urtheilt man besser, ohne einer neuen Rechnung dazu zu bedürfen,nach der, auf G bezüglichen, mittleren Verhältnissabweichung v,wo sich unmittelbar zeigt, dass dieselbe zwischen den verschie-densten Bildern nicht sehr stark variirt, nur von 1,582 bis 1,707;und fraglich, ob nicht selbst diese Verschiedenheiten wesentlichnur von unausgeglichenen Zufälligkeiten abhängen. Je mehr v vonder Einheit ab weicht, desto grösser die verhältnissmässige Schwan-kung; ein Werth = 1 würde bedeuten, dass alle Exemplare die-selbe Grösse G haben, mithin gar keine Schwankung in Bezug da-rauf stattfände.

Sowohl e als v ändern sich ein wenig mit der Zahl m derExemplare, aus der sie abgeleitet sind, und bedürfen nach derobigen Bestimmungsweise eigentlich noch einer kleinen Correction,sog. Correction wegen des endlichen m, um sie auf den Normal-fall zurückzuführen, dass sie aus einem unendlichen m abgeleitetwären. Doch kann diese Correction, welche um so geringfügigerwird, je mehr m wächst, bei so grossem m, als hier zur Bestimmungvon s und v Vorgelegen hat, füglich vernachlässigt werden, undist auch in den Bestimmungen der Tabelle vernachlässigt worden.Um sie noch vorzunehmen, hätte man das nach obiger Regel be-stimmte s noch mit j / zu multipliciren, und denselben Cor-

rectionsfactor auf den logerithmischen Quotienten anzuwenden, zuwelchem die in den Logarithmentafeln gesuchte Zahl das v giebt.

Einfacher, nur minder sicher, als nach den durchschnitt-lichen s, v, lässt sich die grössere oder geringere Schwankungder Bilder auch nach dem einfachen Abstande der extremenWerthe von einander oder von den Hauptwerthen beurtheilen;auch hat es ein gewisses allgemeineres Interesse, die grösstenund kleinsten Werthe zu kennen, bis zu welchen ein Collectiv-gegenstand unter einer gegebenen Zahl von Exemplaren gelangtist, wobei man freilich nicht übersehen darf, dass, wenn die Zahlder Exemplare und hiemit der Spielraum der Abweichungen sichvergrössert hätte, auch wohl die Extreme noch weiter von einan-ander abgewichen sein könnten; sodass man keine festen Werthein den bei gegebenem m beobachteten Extremen sehen kann. Nichtüberschreitbare Gränzen derselben aber sind mathematisch über-haupt nicht angebbar; nur lässt sich im Allgemeinen sagen, dass,wenn die Zahl der Exemplare schon gross ist, sie nach Wahr-

Fechner, Vorschule d. Aesthetik. II. 2. Aufl.

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