Druckschrift 
2 (1898)
Entstehung
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druck der Musik gesagt ist, den vorigen, nur etwas allgemeinerenBetrachtungen unter.

XLI. Principe (1er secundären Yorstellnngs-Lustund Unlust.

Man kann Vorstellungs-Lust und -Unlust in doppeltem Sinneverstehen. Es kann nach früher besprochenen Principen aus ge-wissen Verhältnissen der Vorstellungen, als denen der Einstimmig-keit und Wahrheit, Einheit und Mannichfaltigkeit u. s. w. Lust,aus gegentheiligen Verhältnissen derselben Unlust primär hervor-gehen, wobei Lust und Unlust nicht schon als fertig vorausgesetztist, sondern so zu sagen erst dadurch fertig wird.

Es kann aber auch aus Vorstellungen eigener oder fremder,vergangener oder künftiger Lust und Unlust secundäre Lust undUnlust erwachsen, wie sich in Hoffnung und Furcht, Mitleid undMitfreude, Liebe und Hass, beweist; und von jdiesem Quell derLust und Unlust soll folgends gehandelt werden, nachdem vonder mehr verborgenen Rolle, welche dieser Quell der Lust undUnlust in der ästhetischen Association spielt, schon früher (Abschn.IX.) gehandelt ist Hier aber haben wir nicht dunkle, verschmol-zene, sondern klare, Vorstellungen von Lust und Unlust im Auge.

Man mag nun auch bestreiten, dass Lust und Unlust über-haupt abstract vorstellbar seien, was wir in gewisser Beziehungselbst bestreiten möchten, ohne den reinen Be griff von Lust undUnlust desshalb fallen zu lassen, so hängt daran in unsern folgen-den Betrachtungen nichts. Sei Lust und Unlust nur einschliesslichoder als Mitbestimmung von etwas, woran sie sich knüpft, solida-risch damit, vorstellbar, so kommt es folgends nur auf das an, wasvon dieser Mitbestimmung der Vorstellung abhängt, und so hindertnichts, wäre es nur der Kürze halber von Vorstellung der Lustund Unlust statt Vorstellung eines lustvollen oder unlustvollenZustandes oder Erfolges zu sprechen.

Von vorn herein nun möchte man leicht geneigt sein, zumeinen, dass die Vorstellung eines lustvollen Zustandes oder Er-