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I. ÄVENTIURE,
von der rede er niemen scliiet,niwan daz gelichearme unde riche,
alte unde junge, 195
durch schœne handelunge
ze sîner fronde kæmen
swennc si’z vernæmen.
swes friundinne den strit
behielte ze sîner hôchzît, 200
daz si diu scliœnest wære,
diu næme den sparwære.
den het der ritter ê genomen
zwir, öuch was er komen
daz er’n zem dritten næme: 205
und oh ez also kæme,sô het er in immer mèreâne strit mit voller ère.nû sagte man dâ mære
daz manec wîp schœner wære 210
danne des ritters friundin.
do was sin frümekeit dar an scliin :
er was also vorhtsam
daz er’n mit gewalte nam.
in getorste dâ nieman bestän: 215
strites wart er gar erlän.
nûne weste Êrec niht
umbe dlsé geschiht,
wan daz er im durch sin leit
ûf äventiure nach reit. 220
nu begunde sigen der tac.
ein market underm hûse lac:
192 rede stf., das wovon die Bede ist, die Saclie, wie V. 452. — schiet,nahm, schloß aus. — 193—194 geliche arme unde rîche, sowohl Arme alsReiche. — 196 handelunge, die Behandlung, Bewirthung, Aufnahme, diedem Gaste ^zu Theil wird. — 198 stoenne=so wenne, so bald als nur. —199^ den strit bestän, das Feld behaupten, den Sieg davontragen. — 208 ânestrît, unstreitig, ohne Widerrede. — 209 nun sprach man dort davon,gieng hier das Gerücht. — 213 vorhtsam, Furcht einflößend, gefürchtet. —215 bestän, angreifen. — 216 das Streiten ward ihm ganz und gar erlassen.— 218 ist, falls wirklich hier ein Yerderbniss des Textes vorliegt, dise auseinem missverstandenen dierre entstanden? statt die erren, die frühere,zuvor geschehene? so steht dierre = dirre im Erec 7300 (vgl. 7308) nach derHandschrift lind in Sclireiber’s Urkunden 1, S. 73 und 89. — 219 durch sinleit, wegen des ihm widerfahrenen Leides, Schimpfes. — 220 ûf äventiure,um ritterlichen Zweikampf zu suchen, den Gegner zum Zweikampf zufordern. — 221 sigen stv.,' sich senken, neigen. — 222 market stm-,Marktflecken. — hûs stn., hier vorzugsweise = bure , veste, herrschaftliche