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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Svn, habe vater vnd muetter jn eren,

So wil dir got dein leben meren.

Svn, du salt an nyemant schuldig werden,So wirstu selig uff der erden.

5 Svn, habe dich selber in huet,

Daz du yemant verstelst sein guet!

Laß dich genügen der habe dein!

Hs. 2,91 1 - Daz rat ich dir uff die treiiwe meyn.

So wirstu schcene gehanio Von eynem, der nye guet gewann

Noch von dir zue schaden kwam,

Wan er dir alles guetes gan.

Svn, Miete dich vor dem geteüsch,

Daz man da heißet vnkeüsch!

15 Da von so kummen Sünden vil.

Ffiir wäre ich dir daz sagen wil.

Svn, biz auch nit falscher geziick!

Durch nyemantz willen leiig!

Wann manger wirt verlogen,

20 Daz er an den galgen wirt gezogen.

Svn, laz dich genügen an deinem weip!Keyn ander jn dein hercz schreip!

Wann die vnkeüschen EhrechereDie seint vnserm herren vnmere25 Vnd mögen daz hyemelreich

Nymmer nicht besyczenVnd müßen jn der helle swiczen.

Svn, wünsch nicht jn deinem rnuetNach keyns frembden mannes guet!

30 Laz dir daz frembde vnmer sein!

So pleibt dir die habe dein.

Svn, disew heilgen zehen gepotHat vns gesant vnser herre gotBey liern Moyses dem getreüwen man,

35 Wann er vns wol guetes gan.

Die saltu halten vnd nicht prechen,

Oder ez wirt got an dir rechenVil zornig an dem jüngsten tage,