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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 62,80 NUN V OL GTT HERNACH AIN SPRUCH VONGAYLIN DER VASSNACHT TÖCHTERN.

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Hs. 62, 80 b20

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Ain frische dirn wolgemutt *

Die sprach: es dunckt mich allzeitt gutt,Vnd wann ich zu dem tantz soll gan.

Kain beßre freud ich nymmer han,

Biß daz die liechtmeß komptt herfiirVnd die faßnacht komptt für die tür,

So bin ich frisch vnd darzu gail.

Hett ich die vastenn an aim sayl,

Ich wöltt sy werffen in das mör,

Vnd daz die vaßnacht wer ain hör,

Ich wöltt ir ain gutten frid gebenn.Tantzen, springen, frölich lebennDaz bringt die vaßnacht über lautt.

Darzu verkaufft man manche prautt.

Auch habenn die mayd ain gutten dingenn,Die faß nacht werd in freude pringenVnd daz sy darin werden gumppen,

Die altten schellen schitten lumppen.

Vnd manche spricht von stunden an:

Ich main, man geh mir heiir ain man.

Ich hab ain tail zu lang geschwigen.

Ich mag ye nit mer ainig ligen.

Es ist kaum bey vierzehen tagen,

Das ich daruon hab hören sagenn,

Wie daz es gar frainttlichen sey,

Wer ain lieb hatt vnd leitt darbey.

Ich muß auch gar schon darnach stellen.Ich waiß gar ainen kiipschen gsellen.