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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
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636
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Vncl wann er hie vnd do ist wuntVnd sich des selbes nit wol vermag,

Einen arm dreit er vff sinem nach,

Sust wird er nymmer lyde gancz;

5 So kumpt dort her ein sydin swancz

Besteichelt vnd gestrichchen,

Alle uunde ist ym entwichen.

Die nach mag er wol singen,

Louffen, danczen, springen,

10 Daben, trincken, essen,

So wyrt des byderben dort vergessen,

Der wflnt herbergen ist.

Ach wibes truwe, wie dein du byst!

Hort er dann auwer ersprechen.

15 Vnd solt man In darum herstechen,

Er wil Ie auch entRitten,

Wo er kan an allen stetten.

Die frauwe antwurt mit zornes müt:

Hs. 60, i06i> Inn truwen, lieber geselle gut,

20 Du sprach, Ich künde Reden vil.

Du kanst auch das selbe spil,

Das alle din natdurfft wirt geseyt.

Du hast gar snel vff mich geret.

Din munt get sneller, dann ein mül.

25 An dinen Worten Ich das spur;

Dan du hast also gesprochen,

Durch vns armen vnd beinIn truwen ste In solicher men,

Das sie durch vns Ritten30 Not vnd arbeit litten

Vnd tund fast Iren schaden,

Ir boßheit sy aber do mit entladen

Ynd sust andir zagheit

Vnd was jr laster machet breyt,

35 Das wollent sye dann also durch wib verzagen.

Solt Ich vff myn truwe sweren,

So dünt sie es vmb Ir selbs briß.

16. ? riten: siten. 23. ? gereit. 36. ? sagen.