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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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624
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VON DER LIEB VND SCHON.

Ich sach eins mäls heymlichZwey kluge bylde freüden reich,

Daz waz liehe vnd schöne.

Ir beider wirde ich kröne.

Sye waren klueg vnd da hei feyn.Jetweders wolt daz beste seinAn ganczer wirdigkeit.

Da von ich an vnderschaidSye mit ein ander kriegen sach.

Dye schöne der liebe sprach:

Wie machtü gleichen mir?

Ich byn doch aller werlt girAn ganczer wirdigkleicher acht.

Got dar mich hat gemacht,

Daz ich byn die schöne genant.

Dye creatüre alle samptMügent mit nicht geleichen mir,Wann ich byn irs herczen gyr.

Wer mich eynem mal ansycht,Alles lobes er mir giecht.

Er sehe mich wol ymmer.

Dar vmb bedarfftu nymmerAn wirden mir geleichen.

Die armen vnd die reichen,

König, fürsten lobesam,

Pfaffen, frauwen vnd man,

Dye werlt gemeyn die begert mein.Dar vmb wil ich die beste sein,

Dan du bist an streit.