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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 61, 13515

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Vff eyn knye, da ich für sie quam.

Sie enphing mich schon, als ir wol zam,Ynd fragte mich der lande mere,

Von wannen ich iis geritten were.

Ich sprach zu ir: von dutzschen landen.Da sweig die fraüwe liande.

Da stünt ich vff vnd ging hinder michHin vnd her; da lüte ich.

Zu der konigynnen recht hantSach ich ses cronen an eyner wantVon gülde, von gesteyne, die hingent daKöstlich gezieret hant also.

Da sach ich zür lincken hant herwider.An eyner want nit gar nyderSach ich ses Cronen köstlich rychAuch hangen, da waren yenen glich.

Die gezierde ich da gerne sach.

hant die konigynne mir sprach:Gefellet dir myn gezierde wol?

Ja, edele frauwe, ich sprechen sol,

Diese lioffgezirde ich gerne sehen.

Mit ganczer warheit ich daz iehen.

Ir hant vil schöner mede hie,

Vnd alsolich Ritter gesach ich nye,

So süße vnd so cleyne,

Als ir alhie gemeyne

Vif üwerme hoffe diener hant,

Die vch dinste mit truwen stant.

Sie sprach: wiße, daz die diener myn,Wie cleyn sie sint, yn ist manheit schin.So ist den megden trüwe bekant.

Fare vff also wyde durch die lant!

findest nicht alsolich hoffezucht.

Mit uwerm orlaube, reyne frucht,

Ich wil vil frage lan vnderwegenVnd wil eyner alleyne plegen.Bescheydent mich, vil reyne art,

16. ? die.