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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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604
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DIZ IST VON DEN SECHS KRONEN.

Hs. 61,133>> Dje alden frommen hant vns geseyt,

Daz tugent ist ein eren cleit,

Zucht ein schöner mantel drohe,

5 Schäme ein gürtel, den ich lobe,

Bescheydenheit ein schappel fyn;

Meßekeit mag wol synEin gezierter fürspange reyne,

Verswigenheit ein edel steyne10 An finger in dem golde.

Mit myme wünsche ich wolde,

Daz ein iglich frommes wipDrüge alsoliche cleider ir stultzer lip,

Wan wo man von frauwen rette.

15 wil ich hie in dirre stete

Eyns glichniß sagen myne wort,

Obe is vmmer keyne frauwe gehortt,

Das sie ein bilde neme hie abe,

Des ich reden willen habe.

20 Durch wilde gefirte in gebirge hoch

Eynen fromden w r eg, den ich da zochIn die lant, dar ich willen hatte,

Vff eynen fels ich an der steteEin schon getwerch sach siezen,

25 Ein Crone von goldes gliczen.

Ein gommis gesattelt by yme stiint,

Da mir daz getwerch wart eben kiint.

Hs. 61,134 Ez saß vff vnd reit dar von.

1. Diese Überschrift nehme ich aus der Idsteiner hs. Vgl. Ilerrigs archiv11, 453. 22. ? hete.