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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 71«

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Hs. 2, 71d

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VON DER SNECKEN.

Zve einer groeßen hoechzeitWart gerueffen jn alle lant weit,

Wer dar kämmen wolt,

Daz der genueg haben solt,

Vnd wez sein hercz da begert,

Dez solt er alles sein gewert.

Der mere ein snecke jnnen wart,

Er macht sich schyer vff die vartYnd ging vmb ein gancz jar,

Biz daz er kwam zue hofe dar.

Ynd da er zue hofe waz kummen,

Da hört er wieder pheiffen noch trummen,Wan der hoff waz lang zurgangen.

Dez wolt er von dannen.

Vnd da er nyemant da sach,

Zue ym selbe er da sprach:

Daz ich keyn gnade hie vynden kan,

Daz hat mein treiger ganck getan.

Diz mere ist dem geleich:

Wir seint alle geladen zue hyemelrich,

Vnd wez wir dan da begern,

Dez wil vns got alle gewern.

Sein wir aber hie so laß, "

Daz wir wollen versäumen daz,

Daz wir vmb got nit gnaede erwerben,Vnd säumen vns, biz wir ersterben,

Vnd faren wir also von hynnen,

Mit allen vnsern synnenSo können wir kein gnaede vynden