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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2,68>> VON DER SWALBEN.

Ez waz eins mals ein ackerman,

Fflachs sewen er began,

Vnd da der flachs gewuesch lang,

5 Eyn swalbe flöge dar zue hant.

Sie sprach zue den vögeln allen:

Mir wil der flachs nit gevallen.

Ich förcht, wir raiießen schaden haben.Wol her, wir sollen auß graben!

10 Der rat waz den vögeln vnmere,

Vnd volgten nit der swalben lere.

Doch wolt die swalbe nit abelan,

Hs. 2 , 680 Sye rieff aber die andern swalben an.

Sye sprach: ich wil euch sagen,

15 Wir wollen den flachs zue lanck sparen,

Biz er zue garn wil werden,

Da von wir mögen verderben.

Sye sprachen: sorge für vns nicht!

20 Ffleüch von hynnen,.wie vns geschieht.

Dye swalb floch vnder eyn dach,

Da sie hett vil guet gemach.

Ynd die zeit nu kummen waz,

Der pawr macht garn auz dem flachs.Auff sein acker er da gieng.

25 Die vögel er alle da mit vieng.

Doch klagen die fogel gleich:

Wir haben verwarlost willecleich,

Daz wir nit volgeten der swalben rat.

Da von man vns gefangen hat.

4. ? gewuoks. 17. ? verwerden. 26. 1 klagten.