Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
551
Einzelbild herunterladen
 

551

Streich er da dem hünde gütig.

Wol vif, dii schelm! wie list dii hie?Sleffestü für alle dieHs. 61,142b Hunde, die myn herre hat?

5 Sie haut gehen vnd sint sat.

Din laßheit dir niiiß fügen daz,

Das enhyßest doling maß.

Sus wart der liunt da üs gedriebenMit streychen vnd da an efien bliben.

10 Siner getruwen arbeit er da engalt,

Als yn vermüdet hatte der walt.

Der kam zii den gesellen sin,

Die waren sat (des duchte yn)

Vnd slieffen senfftlichen da.

15 Der liünt dachte: woffen ia!

Macht dines Richtumes nicht genyßen?Sulde mich des nicht verdriesßen,

Das da lit manich laßer liünt,

Dem solich arbeit nie ward kiint,

20 Als mit willen dienstlich düst

Ynd doch dez engelden müst?

Die arbeit flieher smeichir sint

Ynd streichent vmb mynen herren sich.

Ir werbezagel schelcklich

25 Brenget sie durch, daz düncket mich wol.

Ich enweiß, wes ich gedencken sol,

Sprach der hunt. ich das ielien,

Sölde mir der smacheit vil geschehen,

Daz ich bette arbeit, streiche vnd hiinger,30 Manchir starker liünt, der da ist Junger

Hs. 61,143 Vil me, dan ich, vnd doch ist laß,

Sin liepkosen hilffet yme haz,

Dan mich myn arbeit brenget für!

Die Jugent nii mit schalkeit spüren.

35 Ich wil rechte schule keren

Ynd wil niiwe leuffe da leren.

Ich wil mich nemen auch des an,

1. ? Streiche do. 22. Fehlt eine zeile? 34. ? spür.