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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2,67° VON DEM WOLFF VND DEM HUNDE.

Vor eynem wylden walde daz geschach,Eyn wolff zue eynem hunde sprach,

Daz er durch aller gesellen ere5 Im seyt, wie er so feyst were.

Der hviit sprach: daz sage ich dir.

Mein meinster der geit speise mir,

Dem ich hiute nacht vnd tag,

Daz ym keyn diep geschaden mag.io Der wolff sprach: vnd möcht ich sein

Dein geselle, daz were der wille mein.Der hvnt sprach: wiltu mit mir,

Mein meinster geit auch speise dir.

Da sach der wolff an den hunt,

15 Daz ym der hals gar bloß stuent

Vnd ym die locke waren abe genagen.

Da begonde er aber fragen,

Wie ym geschehen were alda.

Hs. 2, 67d Da sprach der hunt also:

20 Ich lige tag vnd nacht gefangen

An vil starcken hals panden,

Daz ich yemant kein schade sey.

Dez nacktes lauff ich sorgen frey.

Der wolff sprach: ist daz war,

25 So wil ich nymmer kummen dar.

Ich wil lieber lauffen frey,

Wan daz ich gefangen sey,

Durch meins buchs speyse,

Alz ich euch vil wol beweyse.

30 Han ich etwan nicht zue vil,